Gerade hat mich der Wecker sanft aus dem Schlaf geklingelt, und ich versuche noch, die Fragmente meines letzten Traums in den Tag hinüberzuretten, da geht mit einem Ping! auch schon die erste SMS auf meinem Handy ein. Absender ist meine Liebste, die bereits auf dem Weg zum Yoga-Unterricht ist: “Guten Morgen, Süßer. Ist es okay, wenn Tine kommt? Muss ihr das schnell bestätigen.” Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und schreibe sogleich zurück: “Klar ist das okay. Aber wie jetzt?”
Schnell stellt sich heraus, dass unsere Freundin Christine in Hannover sich kurzfristig überlegt hat, zu Christinas Ausstellungseröffnung zu kommen. Nachdem wir ihr versichert haben, dass sie selbstverständlich bei uns unterkommen wird, tätigt Sie ihre Buchung. Am nächsten Tag sitzt sie im Flugzeug nach San Francisco und abends dann bei uns im Patio. Und ich dachte immer, ich sei spontan.
Die Vernissage am nächsten Tag verläuft gut; auf Anhieb verkauft die Galerie vier der großen Bilder. Nach der Ausstellung treffen wir uns mit Freunden zum Dinner und stoßen auf Chris’ Erfolg an. Am Sonntag bummeln wir entspannt durch Berkeley, genießen das sonnige Wetter und die vielen Buchläden. Montag ist Christines Kurztrip auch schon vorbei. Noch schnell ein paar Einkäufe, ein letzter Cappuccino, dann bringt Chris ihre Freundin zum Flughafen. Was für eine schöne Überraschung! Lieben Dank für den spontanen Besuch.
