Die Woche nach meinem New-York-Aufenthalt ist dann ein Parforceritt durch die USA.
Am Sonntagabend treffe ich mich mit meinem Kollegen John Dugan in Hoboken, New Jersey. Gemeinsam führen wir ein Forschungsprojekt, das uns die kommenden Tage voll und ganz in Beschlag nehmen wird. Wir genießen die Sicht auf den Hudson River und die eindrucksvolle Skyline von Manhattan auf der gegenüberliegenden Seite, bevor es losgeht mit der Ochsentour. Unser Reiseplan sieht folgende Stationen vor:
- Montag: Mitarbeitergespräche in New Jersey
- Dienstag: Weitere Interviews in New Jersey, dann Weiterreise nach Cincinnati, Ohio
- Mittwoch: Mitarbeitergespräche in Ohio
- Donnerstag: Weitere Interviews in Ohio, dann Weiterflug nach Pasadena, Kalifornien
- Freitag: Mitarbeitergespräche in Kalifornien, dann Heimflug nach San Francisco
Von der Ostküste geht es über den Mittleren Westen zur Westküste des Landes – drei Staaten, sechs Städte, 24 Interviews. Wir legen rund 5.000 Kilometer mit Flugzeug und Mietwagen zurück. Die Zeit in der Luft nutzen wir dazu, Interviews auszuwerten und Protokolle zu schreiben. Im Schnitt schlafen wir vielleicht gerade einmal fünf Stunden pro Nacht. Keine Frage, so ein intensives Projekt macht Spaß. Es geht aber auch ganz schön an die Substanz.
Es ist nach 22 Uhr, als ich Freitagabend völlig erschöpft zu Hause ankomme. Die Tür geht auf und ehe ich mich versehe, halte ich ein Glas Prosecco in der Hand und schaue in die strahlenden Gesichter meines Schwagers und meiner Schwägerin – Besuch aus der alten Heimat. “Komm doch erst mal rein,” sagt Torsten und prostet mir zu.
Fotowand
Filmtipp für die Sofareise
- The Trip
Die Komiker Steve Coogan und Rob Brydon suchen als Gastrokritiker die besten Restaurants Englands auf. Die Zeit unterwegs verbringen sie damit, Prominente zu parodieren und sich in Wortgeplänkel zu verstricken. Hat mich irgendwie an meine Zeit mit John erinnert…
