Nächstes Reiseziel ist die Insel Hawaii, auch „Big Island“ genannt, um Verwechslungen zu vermeiden mit dem Bundesstaat Hawaii, der die gesamte Inselgruppe umfasst. Der Flug von Honululu nach Kona im Westen des Big Island beträgt gerade mal 40 Minuten. Der erste Eindruck: raue schwarze Lava so weit das Auge reicht, dazwischen die Rollbahn.
Eigentlich kein Wunder, besteht die Insel doch aus fünf großen Vulkanen, von denen drei weiterhin aktiv sind.
Doch die Mondlandschaft ist nur eine der vielen Facetten der Insel: Im Westen laden weiße Sandstrände und kristallklares Wasser zum Sonnenbaden und Schnorcheln ein. Die saftigen grünen Hügel im Norden sind die Heimat der Paniolos, der hawaiianischen Rancher und Cowboys. Im Osten macht der Regenwald seinem Namen alle Ehre – und Hilo, die Hauptstadt der Insel, zu einer der regenreichsten Städte der Welt. Und im Südosten brodelt der Vulkan Kīlauea munter vor sich hin und lässt mit seinem kontinuierlichen Lavastrom die Insel Jahr für Jahr anwachsen.
Und man mag es kaum glauben, doch während sich in den Wintermonaten weiterhin Touristen an den Sandstränden Insel in der Sonne aalen, stapfen auf dem Gipfel des nur wenige Kilometer entfernten Mauna Kea Astronomen mit zugezogener Kapuze durch den Schnee. So sagt man es uns jedenfalls.
Manta, Manta
Nach drei Tagen Honolulu brauchen wir ein wenig Kontrastprogramm. Wir quartieren uns in einem gemütlichem 1-Zimmer-Apartment in Strandnähe ein, schalten einen Gang zurück und genießen den Strand und die Unterwasserwelt. Neben der ganzen farbenfrohen Bandbreite an Pazifikfischen sind es vor allem die Seeschildkröten und die Adlerrochen, die uns in den Bann schlagen.
Das absolute Highlight allerdings ist ein Nachttauchgang auf offener See. Auf dem Meeresboden hocken die Taucher im Kreis und strahlen mit ihren Lampen an die Oberfläche. Oben die Schnorchler, die mit Ihren Strahlern nach unten leuchten. Eine Szene wie aus dem Science-Fiction-Film “Abyss”.
Im warmen Licht sammelt sich Plankton. Und Plankton ist die Hauptnahrung der gewaltigen Mantarochen. Bis auf Handbreite gleiten die Giganten mit weit aufgesperrtem Maul und einer Spannweite von gut 3 Metern unter uns vorbei, vollführen sie ein Unterwasserballett. Ein einmaliges Erlebnis, das es auf der ganzen Welt nur hier zu bestaunen gibt.
Lava, Lava
Und natürlich ist ein Besuch des Big Island unvollständig ohne einen Besuch des Vulkans Kīlauea. Also schnell ein paar Sandwiches eingepackt, und ab in den Hawaii Volcanoes-Nationalpark.
Schon von weitem sehen wir die Rauchwolken. Bis auf wenige hundert Meter kommen wir an den Krater des aktivsten Vulkans der Erde heran. Doch der gemütlich vor sich hin paffende Kīlauea ist nicht ganz ungefährlich: Erst vor wenigen Jahren kam es zu einer explosiven Eruption, in deren Folge Teile der ursprünglich um den Krater herumführenden Straße zerstört wurden.
Wenn man Glück hat, sieht man die gleißende Lava langsam Richtung Meer strömen. Es existiert sogar eigens eine Telefon-Hotline für uns Vulkantouristen mit aktuellen Informationen zu vulkanischen Aktivitäten. Wir rufen die Nummer an, müssen jedoch erfahren, dass es seit Wochen zu keinen frischen Lavaflüssen gekommen ist. Schade. Immerhin sehen wir bei Dunkelheit den feuerroten Widerschein der Magma im Krater des Kīlauea. Ein einzigartiges Naturschauspiel, dem wir uns kaum entziehen können. Dass es in Strömen regnet, bekommen wir erst mit, als uns der Regen in die Unterwäsche rinnt. Zeit zu gehen.




Du bist echt kreativ in der Bildung von Kombinationen: Von “Raucher unter sich” über IM Smokey in der StaSi-Zentrale Normannenstraße, alle Achtung. Jetzt will ich noch eine Raucherkombi unter Wasser, aber wahrscheinlich findest Du auch da einen Qualmfisch 😉