Eingebettet in unseren Berlin-Aufenthalt ist eine Reise nach London, wo ich mich mit dem internationalen Team von StubHub treffe. Anders als eBay hat StubHub sein europäisches Hauptquartier mittendrin in der 8-Millionen-Metropole, keine 100 Meter entfernt von Londons Shopping-Meile Oxford Street. Anders als bei eBay arbeiten hier aber auch nicht Hunderte von Mitarbeitern, sondern gerade einmal 20.
Natürlich lässt sich Chris die Gelegenheit auf eine Woche britische Lebensart nicht entgehen, und, schwupps, sitzt sie neben mir im Flieger nach Heathrow. Mit London Calling (Video) von The Clash im Ohr heben wir ab.
Untergebracht sind wir in Fitzrovia, einem schicken, aber weniger bekannten Stadtteil im Zentrum der Stadt. Von hier aus sind alle Sehenswürdigkeiten entweder direkt zu Fuß oder per Tube ruckzuck zu erreichen. Wir sind auf ein übles Gedränge eingestellt, schließlich laufen noch die paralympischen Sommerspiele, doch das Gewirr bleibt aus.
Am Wochenende bummeln wir durch die Einkaufs- und Ausgehviertel Soho und Covent Garden, speisen bei Jamie Oliver (und sind begeistert, wie erschwinglich gute Küche und netter Service im Herzen Londons ein können), besuchen die viel diskutierte Performance des Künstlers Tino Sehgal in der Turbinenhalle der Tate Modern (ich versuche erst gar nicht, meine Ratlosigkeit zu verbergen) und erkunden den monumentalen, im brutalistischen Baustil gehaltenen Barbican-Komplex (fast schon eine Stadt in der Stadt), in den Teile der alten Londoner Stadtmauer integriert wurden.
Die Woche über bin beruflich gut eingebunden, doch es gelingt mir, hier und da ein paar Zeitfenster im vollen Terminkalender freizuschaufeln. Etwa für einen Besuch der renommierten Whitechapel Gallery im Londoner East End, in dem vor gut 120 Jahren Jack the Ripper sein Unwesen trieb. Oder für die Besichtigung der imposanten und geschichtsträchtigen St Paul’s Cathedral, von deren Turm aus man einen atemberaubenden Rundblick auf die Stadt und ihre architektonischen Eigentümlichkeiten hat.
Und was ist ein Reise nach London ohne den Besuch eines Musicals? Es fällt uns nicht leicht, aus dem guten Dutzend Angeboten eine Auswahl zu treffen. Letztlich entscheiden wir uns für Billy Elliot (Video), die ergreifende Geschichte eines Jungen aus dem Bergarbeitermilieu zwischen Arbeitskampf und Ballettausbildung; eine Zeitreise in die politischen Unruhen der Thatcher-Ära mit der Musik von Sir Elton John. Selbst ein Musical-Muffel wie ich stimmt am Ende begeistert in den Beifallssturm ein.
Leider schaffen wir es nicht mehr, uns das neu gebaute Olympiastation samt Olympiapark anzusehen. Ebenso wenig schaffen wir es in das Britische Museum, und das, obwohl es direkt um die Ecke unseres Hotels liegt. Es gibt also genügend gute Gründe wiederzukommen.
Fotowand
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